Elida Almeida
Elida Almeida wurde 1993 in Pedra Badejo auf der Insel Santiago in Kap Verde geboren und wuchs in einem Bergdorf ohne Strom auf, wo Radio und Kirchengesang ihre ersten musikalischen Impulse gaben. Als Jugendliche sang sie bei Gottesdiensten, trat später in einem lokalen Radiosender auf, schrieb ihre ersten Texte und verfeinerte einen Stil, der ebenso im Funaná und Batuque wie in Morna und Coladeira verwurzelt ist. Entdeckt wurde sie von dem Produzenten José da Silva, der in Frankreich lebt und bereits in der kapverdischen Szene aktiv war; daraufhin begann sie, in Bars und bei lokalen Konzerten aufzutreten, bevor sie 2014 nach Portugal und Frankreich eingeladen wurde. Ihr erstes Album Ora doci, Ora margos erschien 2014 in Kap Verde und international 2015, geprägt von der Gitarre Hernani Almiedas und der Rhythmusgruppe Nelly Cruz, Diego Gomes und Magik Santiago. 2015 fiel Elida Almeida beim Festival Musiques Métisses in Angoulême auf und spielte anschließend in Paris und den USA, parallel zu regelmäßigen Auftritten auf afrikanischen Bühnen vom FEMUA in Abidjan bis zum JazzKif in Kinshasa. Im selben Jahr erhielt sie einen RFI-Preis, vergeben von einer Jury unter dem Vorsitz von Oumou Sangaré. Mit dem Album Kebrada (2017) verbindet sie die traditionellen Rhythmen Santiagos mit zeitgenössischen Pop- und Afro-Einflüssen. Zwischen luftigen Balladen und tanzfähigeren Stücken bleibt ihre Musik in der kreolischen Sprache verankert, mit einem erzählerischen Bezug zum kapverdischen Alltag und Texten, die Migration, Verbundenheit zur Insel und weibliche Lebenswege thematisieren.
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