Gruff Rhys
Gruff Rhys, 1970 in Haverfordwest (Wales) geboren, wurde in den 1990er-Jahren zunächst als Sänger, Gitarrist und Hauptsongschreiber der Super Furry Animals bekannt, einer Band, die der walisischen und britischen Independent-Rock‑Szene zugeordnet wird. Parallel zu dieser Tätigkeit entwickelte Rhys ab 2005 eine Solokarriere mit zweisprachigem Songwriting (Walisisch und Englisch) und einer Vorliebe für psychedelische Popmusik, Folk und melodischen Rock, häufig mit orchestral angelegten Arrangements. Seine Alben Yr Atal Genhedlaeth (2005) und Candylion (2007) legten das Fundament für ein Schaffen, in dem sich schlichte Balladen und experimentellere Formate treffen; darauf folgten Hotel Shampoo (2011) und American Interior (2014), letztere ein erweitertes Projekt, das auch einen Dokumentarfilm und ein multimediales Konzept über den walisischen Entdecker John Evans umfasst. Es folgten Babelsberg (2018), Pang! (2019) — überwiegend auf Walisisch gesungen — sowie Seeking New Gods (2021) und Sadness Sets Me Free (2024). Daneben arbeitet Rhys vielfach kollaborativ, etwa im Duo Neon Neon mit dem Produzenten Boom Bip oder in Zusammenarbeit mit Gruppen wie Mogwai und diversen hybriden Popprojekten. Neben Auftritten auf internationalen Festivalbühnen komponiert er auch für Kino und Dokumentarfilm; sein Schaffen verbindet dabei erzählerische Detailgenauigkeit mit sanften Vokalharmonien und Klangtexturen an der Schnittstelle von Pop und Indie‑Rock.
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