Groundation
Groundation stammt aus dem Sonoma County im Norden Kaliforniens und formierte sich Ende der 1990er Jahre um den Sänger und Gitarristen Harrison Stafford, zunächst im Rahmen des Jazzprogramms der Sonoma University. Die Band entwickelte einen roots-reggae, der von Improvisation, Jazzharmonien und einer großen Bläsersektion geprägt ist, mit Stücken in ausgedehnten Strukturen, die Dub-Einflüsse, synkopierte Rhythmen und weite instrumentale Passagen verbinden. Die Texte behandeln Spiritualität, das Erbe der Rastafari-Bewegung und gesellschaftliche Themen, in einer Ästhetik, die klar auf den jamaikanischen Reggae der 1970er Jahre verweist, zugleich aber in einem nordamerikanischen Kontext verankert bleibt. Nach dem Debütalbum Young Tree (1999) machte Groundation mit Each One Teach One (2001) und Hebron Gate (2002) auf sich aufmerksam und etablierte die Formel aus leidenschaftlichem Gesang, Bläserarrangements und dem Dialog zwischen Keyboards und Gitarre. Die Diskografie setzte sich fort unter anderem mit Upon the Bridge (2006), Building an Ark (2012), A Miracle (2014), The Next Generation (2018) und One Rock (2022), die verschiedene Besetzungen des Kollektivs um Stafford dokumentieren. Die Gruppe arbeitete zeitweise mit Veteranen des Roots-Reggae wie Don Carlos oder Sängerinnen aus den I-Threes zusammen und baute ihr Wirken maßgeblich auf eine intensive Konzerttätigkeit in Nordamerika, Europa und Lateinamerika.
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