Grace Jones

Geboren in Spanish Town auf Jamaika, wuchs Grace Jones zwischen der Karibik und den Vereinigten Staaten auf, bevor sie Anfang der 1970er Jahre als Model in New York und anschließend in Paris entdeckt wurde. Dieser Werdegang prägte ein eigenständiges musikalisches Schaffen, das zunächst im Disco verwurzelt war – mit Portfolio (1977), Fame (1978) und Muse (1979) – und sich später hin zu einer schärferen Mischung aus New Wave, Reggae, Funk, Post-Punk und Art Pop entwickelte. Um die Wende der 1980er Jahre nahm Grace Jones in Nassau mit den Compass Point All Stars auf und entwickelte gemeinsam mit Sly & Robbie einen straffen, minimalistischen und tanzbaren Sound auf Warm Leatherette (1980), Nightclubbing (1981) und Living My Life (1982). Ihre tiefe Stimme, die oft ins Sprechgesangliche geht, bildet einen Kontrast zu präzisen Arrangements und einer sehr durchdachten Herangehensweise an Coverversionen, von „Private Life“ bis „Love Is the Drug“. Das Image von Grace Jones, teilweise in Zusammenarbeit mit Jean‑Paul Goude entwickelt, begleitete diese Entwicklung, ohne sie vollständig zusammenzufassen. Es folgten Slave to the Rhythm (1985), Inside Story (1986), Bulletproof Heart (1989) und nach einer langen Plattenpause Hurricane (2008). Später arbeitete sie außerdem mit Gorillaz und Beyoncé zusammen und verfolgte parallel eine Schauspielkarriere.

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