Gorgoroth

Gegründet 1992 in Bergen, Norwegen, etablierte sich Gorgoroth schnell in der lokalen Black-Metal-Szene im Zuge der zweiten norwegischen Welle. Initiiert vom Gitarristen Infernus, entwickelte die Band von Anfang an einen rohen und direkten Klang, fokussiert auf schneidende Gitarren, schnelle Rhythmen und einen geschrienen Gesang, der offen satanische und antichristliche Themen transportiert. Die frühen Alben, darunter „Pentagram“ (1994), „Antichrist“ (1996) und „Under the Sign of Hell“ (1997), verankerten die norwegische Formation in einer minimalistischen und aggressiven Ästhetik, geprägt von einer kargen Produktion. Im Verlauf der 1990er und 2000er Jahre entwickelte Gorgoroth mit Sängern wie Hat, Pest und später Gaahl sowie wechselnden Musikern um Infernus komplexere Strukturen, hörbar auf „Destroyer“ (1998), „Incipit Satan“ (2000) und „Twilight of the Idols“ (2003), ohne die radikale Grundhaltung aufzugeben. Ende der 2000er Jahre kam es zu einem Rechtsstreit um den Namen Gorgoroth zwischen Infernus und ehemaligen Mitgliedern, bevor der Gitarrist offiziell die Kontrolle behielt und die Aufnahmen mit „Ad Majorem Sathanas Gloriam“ (2006), „Quantos Possunt ad Satanitatem Trahunt“ (2009) und „Instinctus Bestialis“ (2015) fortsetzte. Auf der Bühne ist Gorgoroth weiterhin für markante visuelle Performances bekannt, tritt hauptsächlich in Europa, aber auch darüber hinaus auf und bleibt eine Ausprägung des norwegischen Black Metal, die sich durch repetitive Riffs, düstere Atmosphären und extreme Bildsprache auszeichnet.

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