Gong
In Paris 1967 vom australischen Gitarristen Daevid Allen nach seiner Zeit bei Soft Machine gegründet, entwickelte Gong bereits Ende der 1960er Jahre ein eigenes Universum, in dem psychedelischer Rock, Space‑Rock‑Ästhetik und das Erbe der Canterbury‑Szene mit Elementen aus Jazz‑Rock und improvisierter Musik verschmelzen. Als Kollektiv mit wechselnder Besetzung um Daevid Allen und die Sängerin Gilli Smyth aufgebaut, schuf Gong in den 1970er Jahren eine Reihe konzeptioneller Alben, darunter die Radio Gnome Invisible‑Trilogie mit „Flying Teapot“ (1973), „Angel’s Egg“ (1973) und „You“ (1974), die eine eigene Mythologie aus Figuren, kosmischen Erzählungen und verschrobenem Humor etablieren. Im Lauf der Jahrzehnte durchlief Gong verschiedene stilistische Phasen — von stärker fusionorientierten Werken wie „Shamal“ (1975) und „Gazeuse!“ (1976) bis zu Rückkehren zu psychedelischen und progressiven Ansätzen auf „I See You“ (2014), „Rejoice! I’m Dead!“ (2016), „The Universe Also Collapses“ (2019) und „Unending Ascending“ (2023). Nach wie vor live aktiv, vereint Gong heute um dieses historische Repertoire und neue Kompositionen Musiker wie Fabio Golfetti, Dave Sturt, Ian East, Kavus Torabi und Cheb Nettles und führt so die kollektive, experimentelle Ästhetik fort, die die Gruppe seit ihren Anfängen prägt.
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