Earl 16

Geboren in Kingston auf Jamaika als Earl John Daley gehört Earl 16, auch als Earl Sixteen genannt, zur Generation der Reggae-Sänger, die Mitte der 1970er Jahre aufkam. Nach Anfängen bei lokalen Gesangswettbewerben war Earl 16 Mitglied der Flaming Phonics und später des Boris Gardiner Happening, bevor er 1975 für Joe Gibbs den Solotitel „Malcolm X“ aufnahm. Seine geschmeidige Stimme, verwurzelt im Roots-Reggae, bewegte sich anschließend durch verschiedene jamaikanische und britische Produktionskontexte: Ende der 1970er Jahre lud Lee “Scratch” Perry ihn ins Black Ark ein, wo Earl 16 unter anderem die Originalversion von „White Belly Rat“ einspielte. In den 1980er Jahren absolvierte er zahlreiche Sessions und veröffentlichte Reggae Sounds (1981), Julie (1982, mit Roy Cousins), Shining Star (1983) und Showcase (1985). Ab Mitte der 1980er Jahre ließ er sich in England nieder, arbeitete mit Mad Professor und brachte seinen Gesang stärker in eine Dub-Ästhetik mit zeitgemäßeren Zügen ein. In den 1990er Jahren ist Earl 16 auf Stücken von Leftfield zu hören und schloss sich 1995 Dreadzone an, einer britischen Formation, in der Reggae, Dub und Electronica aufeinandertreffen. Seine Solodiskografie setzte er mit Steppin’ Out (1997), Wake Up (2006), The Fittest (2011) und Walls of the City (2014, mit Manasseh) fort.

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