Ghostface Killah

Als Mitglied des New Yorker Kollektivs Wu-Tang Clan betrat Ghostface Killah Anfang der 1990er Jahre die US-Rap-Bühne mit dem 1993 erschienenen Gruppenalbum "Enter the Wu-Tang (36 Chambers)". Als Dennis Coles 1970 auf Staten Island (USA) geboren, fiel er früh durch einen dichten, druckvollen Flow, bildhafte Detailfülle und eine narrative Schreibweise auf, die Street-Storys, Soul-Anleihen und persönliche Abschweifungen verbindet. Eng mit den frühen Solo-Projekten der Wu-Tang-Mitglieder verknüpft, prägte er sich besonders an der Seite von Raekwon auf "Only Built 4 Cuban Linx…" (1995) ein, bevor er mit "Ironman" (1996) seine eigene Diskografie startete, in der sich ein Kosmos aus East-Coast-Rap, Mafioso-Anklängen und Soul-Samples abzeichnete. Im Verlauf der 2000er Jahre legte Ghostface Killah mehrere prägende Alben vor, darunter "Supreme Clientele" (2000), "Fishscale" (2006) und "Ghostdini: Wizard of Poetry in Emerald City" (2009), das eine stärker gesangliche, von R&B geprägte Seite seines Rap auslotet. Zudem realisierte er zahlreiche Konzeptprojekte, etwa "Twelve Reasons to Die" (2013) mit Adrian Younge, sowie Kooperationen mit instrumentalen Bands wie BadBadNotGood auf "Sour Soul" (2015), bevor er seinen Soloweg 2019 mit "Ghostface Killahs" fortsetzte – und damit die Kontinuität einer Ästhetik bestätigte, die auf Storytelling, soulige Texturen und eine höchst persönliche Auslegung des New Yorker Rap zentriert ist.

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