Dub Pistols
Dub Pistols entstand 1996 in London um Barry Ashworth und Jason O'Bryan und entwickelte ein Kollektivformat, in dem sich britische Elektronik, Big Beat, Dub, alternativer Hip-Hop, Ska, Reggae und Einsprengsel von Drum and Bass kreuzen. Das Projekt trat Ende der 1990er Jahre mit den Singles „There’s Gonna Be a Riot“, „Best Got Better“ und „Cyclone“ hervor und mit dem Album Point Blank (1998), das einen Sound etablierte, der auf Breakbeat-Rhythmen, Dub-Bässen, Sound‑System-Refrains und einer fast liveband‑ähnlichen Energie beruht. Im Laufe der Jahre erweiterte Dub Pistols diese Basis hin zu stärker gesungenen Stücken mit ausgeprägteren Reggae‑ und Ska‑Einflüssen, insbesondere auf Six Million Ways to Live (2001), Speakers and Tweeters (2007) und Rum & Coke (2009). Das Kollektiv arbeitete unter anderem mit Terry Hall, Rodney P, Blade, T.K. Lawrence und Planet Asia zusammen und lieferte zahlreiche Remixe sowie Songs, die in Film‑ und Videospiel‑Soundtracks Verwendung fanden. Nach Return of the Pistoleros (2015) veröffentlichten Dub Pistols Crazy Diamonds (2017), Addict (2020) und Frontline (2023) und setzten damit ihren Kurs zwischen Clubkultur, Punk‑Erbe und Sound‑System‑Tradition fort.
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