Die Prinzen
Gegründet in Leipzig Ende der 1980er Jahre — zunächst unter dem Namen Die Herzbuben, 1991 in Die Prinzen umbenannt — vereint das Ensemble mehrere Sänger aus dem Thomanerchor Leipzig und dem Dresdner Kreuzchor. Das erklärt die zentrale Rolle vokaler Harmonien in ihrer Identität. Die Prinzen sind zunächst in einer deutsch geprägten Poplandschaft verortet, die stark vom A-cappella-Gesang bestimmt ist: enge Chor-Arrangements, ein oft ironischer Ton und Texte, die ebenso auf gesellschaftlicher Beobachtung wie auf Humor basieren. Der Durchbruch gelang Anfang der 1990er mit Das Leben ist grausam (1991), gefolgt von Küssen verboten (1992) und Alles nur geklaut (1993), bevor sich die Band mit Schweine (1995) und Alles mit'm Mund (1996) hin zu rockigeren Kompositionen entwickelte. Im Lauf der Jahre wechseln Die Prinzen zwischen Pop-Formaten, akustischeren Passagen und erweiterten Bühnenprojekten wie Konzerten mit Orchester oder dem Programm Orchestral. Die Bandkarriere umfasst frühe Kooperationen mit Annette Humpe, eine Tour mit Udo Lindenberg 1991 sowie spätere Begegnungen mit Annett Louisan, Deine Freunde, Mine, Eko Fresh und MoTrip. Nach Die Neuen Männer (2008) kehrten Die Prinzen mit Familienalbum (2015) zu einer stärkeren vokalen Ausrichtung zurück und führten den Dialog zwischen Chortradition und zeitgenössischer Popmusik mit Krone der Schöpfung (2021) fort.