Flora Fishbach
Zwischen synthetischem Chanson und düsterer Pop hat Fishbach seit Mitte der 2010er-Jahre ein eigenständiges Universum in der frankophonen Szene entwickelt. Geboren 1991 in Dieppe und aufgewachsen in Charleville-Mézières, spielte Flora Fishbach zunächst in lokalen Rockbands, bevor sie begann, allein zu komponieren. Mit einem ersten gleichnamigen EP im Jahr 2015 wurde sie entdeckt und machte sich auf Festivalbühnen und in unabhängigen Spielstätten einen Namen, wo ihre tiefe Stimme und ihre französischen Texte eine Ästhetik nahe New Wave und Cold Wave prägen, genährt von der Chanson-/Singer-Songwriter-Tradition. 2017 veröffentlichte Fishbach das Album „À ta merci“, das diese Mischung aus elektronischer Popmusik, spannungsgeladenen Gitarren und melancholischen Refrains festigte; 2022 folgte „Avec les yeux“, in dem die Klänge weiterhin synthetisch bleiben, die Produktion jedoch größer und gleichzeitig melodisch stark verankert ist. Flora Fishbachs Lieder arbeiten oft mit der Spannung zwischen dunklem Romantizismus, intimen Porträts und sozialer Beobachtung, mit einer Vorliebe für nächtliche Atmosphären und langsame bis mid-tempo Rhythmen. Zeitweise in Brüssel ansässig, tritt Fishbach regelmäßig in Frankreich und international auf und unternimmt gelegentlich Ausflüge ins Bildhafte, etwa als Schauspielerin in der Serie „Vernon Subutex“, wodurch sie das auf Platte Gezeichnete auch bildlich fortführt.
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