Fischerspooner
Gegründet in New York im Jahr 1998 durch das Zusammentreffen von Warren Fischer und Casey Spooner, positionierte sich Fischerspooner zunächst in der aufkommenden Electroclash-Bewegung der frühen 2000er, bevor das Duo sein Spektrum in Richtung einer anspruchsvolleren Synthpop ausweitete, geprägt von New Wave, Disco und Performancekunst. Fischerspooner fiel in New Yorker Clubs und Kunstorten mit stark choreografierten Konzerten auf, die sowohl als visuelle als auch als musikalische Performances gedacht waren, und erzielte mit dem Titel „Emerge“ und dem Album #1 (2001) größere Bekanntheit. Das Duo setzte seine Arbeit mit Odyssey (2005) fort, dessen Songwriting poppiger wurde, dabei aber eine kühle, tanzbare elektronische Spannung beibehielt, und mit Entertainment (2009), das den Fokus auf Club-Formate und synthetische Texturen verstärkte. Nach einer ruhigeren Phase kehrte Fischerspooner 2018 mit Sir zurück, einem Album, das gemeinsam mit Michael Stipe und Boots entwickelt wurde und durch eine direktere, sinnlichere und reduzierte Ausrichtung besticht. Zwischen Clubkultur, Mode, zeitgenössischem Tanz und Konzeptkunst hat Fischerspooner sich einen eigenen Weg in der amerikanischen elektronischen Poplandschaft geschaffen und seine Ästhetik von provokativer Performance hin zu einer intimeren Schreibweise weiterentwickelt, ohne die synthetischen und szenischen Grundlagen zu verleugnen.
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| Mai 28 |
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