Fela Kuti

Geboren 1938 in Abeokuta und ansässig zwischen London, Lagos und den internationalen Bühnen, hat Fela Kuti Afrobeat aus einer einzigartigen Kreuzung von Highlife, Jazz, Funk, Yoruba-Gesang und westafrikanischen Grooves geformt, die sich in lange Strukturen dehnen. Zunächst mit Koola Lobitos in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren aktiv, verfeinert er seine Sprache nach einem Aufenthalt in den USA im Jahr 1969, und entwickelt dann in Lagos, mit Africa 70 und dem Schlagzeuger Tony Allen, eine Musik, die auf Bläserlinien, rhythmischen Loops, Gesang im nigerianischen Pidgin und einer starken kollektiven Dimension beruht. Fela Kuti fügt diese Ästhetik rasch in einen offenen politischen Kontext ein, im Zusammenhang mit seinen Positionen gegen die nigerianischen Militärregime, was sowohl seine Laufbahn als auch seine Konzerte im Afrika Shrine oder der Kalakuta Republic-Periode prägt. Zu seinen dokumentiertesten Alben gehören Zombie (1977), Sorrow Tears and Blood (1977), Coffin for Head of State (1981), Original Sufferhead (1981), Teacher Don’t Teach Me Nonsense (1986) und Beasts of No Nation (1989). In den 1980er-Jahren setzt Fela Kuti seine Tourneen in Europa und USA mit Egypt 80 fort, während er einen dichten, repetitiven und orkestralen musikalischen Ansatz beibehält, bei dem Trance, soziale Satire und Improvisation eine zentrale Rolle spielen. Er starb 1997 in Lagos; Fela Kuti bleibt eine bleibende Referenz in der Geschichte der afrikanischen und diasporischen Musikkultur.

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