Faf Larage

In der Hip-Hop-Szene von Marseille zu Beginn der 1990er Jahre verwurzelt, machte sich Faf Larage zunächst in lokalen Formationen wie Soul Swing und Black & White Zulus einen Namen, im Zentrum des Umfelds um IAM. Schnell als eine der markanten Stimmen dieser Bewegung erkannt, entwickelte Faf Larage einen französischsprachigen Rap mit direktem Flow, einem Gespür für Erzählung und einem Schreibstil, der von filmischen Referenzen und urbanem Alltag geprägt ist. Seine Solokarriere gewann mit dem Album «C’est ma cause» (1999) an Bedeutung, das eine klassische, rhythmische und melodische Hip-Hop-Ästhetik aufweist, sowie mit «Rap Stories» (2003), einem Konzeptprojekt, das um Film- und Serien‑Atmosphären konstruiert ist. Parallel dazu trat Faf Larage vielfach neben marseiller Künstlern und anderen französischen Rappern auf und festigte so seine Verankerung in einer Szene, in der Kollaborationen an der Tagesordnung sind. Mitte der 2000er-Jahre komponierte er die Titelmelodie für die französische Ausstrahlung der Serie Prison Break, wodurch er dauerhaft ins audiovisuelle Bewusstsein rückte und sein Publikum über den Rap-Kosmos hinaus erweiterte. Seither wechselt Faf Larage zwischen eigenen Projekten, Beiträgen zu Soundtracks und Gastauftritten und hält dabei eine künstlerische Linie, die narrativen, zugänglichen Hip-Hop mit marseiller Prägung in den Mittelpunkt stellt.

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