Daniela Mercury
Geboren in Salvador de Bahia hat Daniela Mercury seit Ende der 1980er Jahre eine Laufbahn aufgebaut, die eng mit dem Straßenkarneval, Tanz und afrobrasilianischer Musik verknüpft ist. Sie studierte Tanz an der Bundesuniversität von Bahia, sang zunächst mit dem bloco Eva, schloss sich der Companhia Clic an und arbeitete zudem als Backgroundsängerin für Gilberto Gil, bevor sie 1991 mit dem Album Daniela Mercury ihre Solokarriere startete. Ihr Repertoire vereint Axé, Samba-Reggae, MPB und Samba und verfolgt phasenweise eine stärker pop- oder elektronikorientierte Ausrichtung, stets mit Fokus auf bahianische Perkussion, den Rhythmen des trio elétrico und einer sehr körperlichen Interpretation. Mit O Canto da Cidade (1992), Música de Rua (1994) und Feijão com Arroz (1996) etablierte sie sich in der brasilianischen Musikwelt und öffnete zugleich den Zugang zu internationalen Bühnen, insbesondere in Europa. Im Lauf der Jahre hat Daniela Mercury zahlreiche ästhetische Verknüpfungen gesucht, von Sol da Liberdade (2000) bis Carnaval Eletrônico (2004), wo sie Samba-Reggae und elektronische Musik stärker zusammenführte, bevor sie auf Balé Mulato (2005), Canibália (2009), Vinil Virtual (2015), Perfume (2020) und Baiana (2022) zu einer akustischeren oder orchestrierten Schreibweise zurückkehrte. Ihre Kooperationen mit Olodum, Herbert Vianna, Milton Nascimento, Caetano Veloso, Gilberto Gil und Carlinhos Brown begleiten eine Karriere, die tief mit Salvador, seinen afro-Blocos und der Entwicklung des zeitgenössischen Axé verbunden ist.