Daniel Lanois
Geboren 1951 in Hull, Québec, und aufgewachsen in Hamilton, Ontario, entwickelte Daniel Lanois früh ein studioorientiertes Verhältnis zum Klang, bevor er sich ab den 1980er-Jahren als Produzent und Musiker zwischen atmosphärischem Rock, Folk, Ambient und filmischen Klangtexturen etablierte. Sein Werdegang entfaltet sich sowohl in eigenen Projekten als auch in Produktionsarbeiten mit Künstlern wie Brian Eno, U2, Peter Gabriel, Bob Dylan und Emmylou Harris und positioniert Lanois am Schnittpunkt von Songwriting, Experiment und einer stark gestalteten Betrachtung des Klangraums. Als Solokünstler veröffentlichte er Acadie (1989), For the Beauty of Wynona (1993), Shine (2003), Belladonna (2005), Here Is What Is (2007), Goodbye to Language (2010), Flesh and Machine (2014), Heavy Sun (2021) und Player, Piano (2022). Seine Musik verbindet bearbeitete Gitarren, Pedal Steel, gedämpften Gesang, langsame Pulsationen und instrumentale Atmosphären und reicht stilistisch von Liedformen bis zu meditativeren Strukturen. Daniel Lanois hat diese Arbeit auch auf die Bühne, ins Kino und in verschiedene kollektive Projekte ausgeweitet und dabei eine nüchterne, organische Ästhetik bewahrt, offen für Improvisation.