D12
Gegründet in Detroit 1996 rund um Proof, steht D12 – kurz für Dirty Dozen – in der Tradition des Midwest-Raps mit einer Ästhetik, die von Horrorcore, schwarzem Humor, überzeichneten Figuren und einem ausgeprägten Gemeinschaftssinn geprägt ist. Das Projekt formierte sich zunächst mit mehreren Rappern der lokalen Szene und stabilisierte sich schließlich um Proof, Bizarre, Mr. Porter, Kuniva, Swifty McVay und Eminem; letzterer trat der Gruppe nach dem Tod von Bugz im Jahr 1999 tatsächlich bei. Nach The Underground EP (1997) erweiterte D12 seine Hörerschaft mit Devil’s Night (2001) und D12 World (2004), zwei Alben, in denen Gruppenstücke, Satire, Ego-Trips und dunklere Erzählungen nebeneinander existieren, etwa Purple Pills, Fight Music, My Band oder How Come. Die Dynamik von D12 beruhte auf dem Wechsel der Stimmen, Alter Egos und den Kontrasten zwischen Ironie und Spannung. Der Tod von Proof 2006 markierte einen nachhaltigen Einschnitt in der Geschichte von D12. Danach blieb das Kollektiv in unregeläßer Form aktiv mit Mixtapes wie Return of the Dozen Vol. 1 (2008), Return of the Dozen Vol. 2 (2011) und The Devil’s Night Mixtape (2015). Seit Eminems Rückzug aus D12 2018 setzt D12 seine Arbeit in komprimierter Besetzung fort, getragen von Kuniva und Swifty McVay, die weiterhin live und im Studio aktiv sind.
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