Enrico Macias
Geboren 1938 in Constantine im damals französischen Algerien, setzte sich Gaston Ghrenassia, bald bekannt als Enrico Macias, in den 1960er Jahren auf der frankophonen Chansonszene durch. Sein Repertoire ist geprägt von seiner Kindheit in der algerischen jüdischen Gemeinschaft und von der arabo-andalusischen Musik. Als Gitarrist ausgebildet an der Seite von Cheikh Raymond, ließ er sich nach dem Algerienkrieg 1961 in Frankreich nieder und fiel bereits 1962 mit dem Lied „Adieu mon pays“ auf, das Exil und Erinnerung in den Mittelpunkt seiner Texte stellte. Enrico Macias entwickelte anschließend ein Werk zwischen französischer Chanson-Tradition, mediterranen Melodien und nahöstlichen Einflüssen, das chaâbi‑inspirierte Rhythmen, andalusische Wendungen und dem Repertoire der 1960er/70er Jahre nahe Formate vereint. Auf den großen Bühnen in Paris und auf Tournee in vielen Ländern hielt er engen Kontakt zu Publikum in Nordafrika, dem Nahen Osten und Europa; er sang überwiegend auf Französisch, gelegentlich auch in anderen Sprachen. Im Lauf der Jahrzehnte setzte er Aufnahmen und Konzerte fort; seine Texte behandeln wiederkehrend Nostalgie, Weitergabe, die Beziehung zum Mittelmeer und Fragen kultureller Koexistenz, wodurch Enrico Macias in eine längerfristige Geschichte zwischen Frankreich und der mediterranen Welt eingeordnet ist.
kommende Veranstaltungen 2
vergangene Veranstaltungen 32
| Juni 6 |
|
| Apr. 14 |
|
| Feb. 1 |
|
| Dez. 2, 2025 |
|
| Nov. 25, 2025 |
|