Ennio Morricone

Ennio Morricone wurde 1928 in Rom geboren und 2020 in derselben Stadt gestorben. Er absolvierte das Konservatorium Santa Cecilia, wo er Trompete, Komposition und Orchestrationslehre bei Goffredo Petrassi studierte. Nach Anfängen als Arrangeur für Rundfunk, italienisches Liedgut und Film machte er sich in den 1960er-Jahren mit den Filmmusiken zu Sergio Leones Werken einen Namen, insbesondere A Fistful of Dollars (1964), For a Few Dollars More (1965), The Good, the Bad and the Ugly (1966) und Once Upon a Time in the West (1968). Sein musikalischer Ausdruck verbindet symphonische Schrift, wiederkehrende Motive, Chöre, markante Pausen und unerwartete Klangfarben und steht im Gleichgewicht zwischen ernster Musik, italienischen populären Musiken und zeitgenössischer Forschung, die auch durch seine Tätigkeit in der Gruppo di Improvvisazione Nuova Consonanza genährt wurde. Morricone komponierte für sehr unterschiedliche Regisseure — von Gillo Pontecorvo über Elio Petri und Brian De Palma bis Giuseppe Tornatore, Quentin Tarantino und Roland Joffé — mit Partituren wie The Battle of Algiers (1966), Investigation of a Citizen Above Suspicion (1970), The Mission (1986), Cinema Paradiso (1988) und The Hateful Eight (2015). Ab den 2000er-Jahren entwickelte er zudem eine regelmäßige Tätigkeit als Dirigent und leitete seine eigenen Werke auf großen internationalen Bühnen.

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