Cæcilie Norby
Die dänische Jazzsängerin Cæcilie Norby, geboren 1964 in Frederiksberg, wuchs in einem musikalischen Haushalt auf: Vater Erik Norby war Komponist, die Mutter Birgitte Norby Sopranistin. Zwischen klassischer Musik, Chanson und Jazz geprägt, machte sie sich zunächst in den 1980er-Jahren auf der dänischen Pop- und Rockszene mit den Bands Street Beat, Frontline und dem Duo One-Two einen Namen und entwickelte ein Faible für direkte Melodien und Songformen. Der Schritt zur Jazzkarriere begann Mitte der 1990er-Jahre mit Veröffentlichungen bei Blue Note, darunter Cæcilie Norby (1995) und My Corner of the Sky (1996), die eine Ästhetik aus neu arrangierten Standards, Coverversionen englischsprachiger Popmusik und eigenen Kompositionen etablierten. Im Verlauf weiterer Platten und Tourneen in Europa – etwa mit dem Album Arabesque (2010) und mehreren Projekten für das Label ACT – vertiefte sie ein Repertoire, dessen Jazz-Ansatz Elemente aus Rock, Soul und klassischer Musik aufnimmt. Häufig wird sie mit dem schwedischen Kontrabassisten und Cellisten Lars Danielsson genannt; sie wechselt zwischen Quartett-, Duo- und Orchesterbesetzungen und legt Wert auf vokales Erzählen und die Interpretation von Texten auf Englisch wie auf Dänisch.