Corinne Bailey Rae
Geboren 1979 in Leeds in eine britisch-karibische Familie, bildete sich Corinne Bailey Rae zunächst im Gesang in Kirchenchören aus, bevor sie Gitarre spielte und Ende der 1990er Jahre mit der Band Helen in der lokalen Rockszene auftrat. Anschließend wandte sie sich einer stärker von Soul und R&B geprägten Songschreibweise zu, angereichert mit Pop- und leichtem Jazz‑Einfluss, und trat Mitte der 2000er mit dem internationalen Erfolg ihres Debütalbums „Corinne Bailey Rae“ (2006) hervor. Ihre sanfte, intime Stimme in Verbindung mit reduzierten Arrangements, die Gitarre und Rhythmusgruppe in den Mittelpunkt stellen, kennzeichnet diese Anfangsphase. Mit „The Sea“ (2010) schlug sie einen dunkleren, introspektiven Ton an, in dem Soul, Folk und Rock mit Texten über Trauer und Neubeginn verschmelzen, bevor sie mit „The Heart Speaks in Whispers“ (2016) zu einer helleren, hybriden Produktion zurückkehrte, die Anklänge von Groove, dezenter Psychedelik und elektronischen Texturen aufweist. Corinne Bailey Rae ging zahlreiche punktuelle Kooperationen ein, insbesondere im Jazz, und ist unter anderem auf Herbie Hancocks Album „River: The Joni Letters“ (2007) zu hören. 2023 markiert „Black Rainbows“ eine neue, experimentellere Phase, getragen von Rock-, Gospel‑ und abstrakten Soulklängen, inspiriert von Archiven und Werken der afrikanischen Diaspora und bestätigt damit ihre ständige Entwicklung zwischen intimem Lied und klanglicher Forschung.
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