Congo Natty
Geboren als Michael West in Islington im Norden Londons, hat Congo Natty seit Ende der 1980er Jahre eine Karriere aufgebaut, die eng mit dem Entstehen von Hip House und später Jungle im Vereinigten Königreich verknüpft ist. Zunächst unter dem Namen Rebel MC aktiv, sowohl in Double Trouble als auch solo, veröffentlichte er 1990 Rebel Music, 1991 Black Meaning Good und 1992 Word, Sound and Power — drei Alben, in denen Rap, Breakbeat-Rhythmen, Roots-Reggae, Dub und Dancehall allmählich zusammenwachsen. Aus einer jamaikanischen Herkunft väterlicherseits heraus entwickelte Michael West seine Arbeit später hin zu einem spirituelleren Jungle, geprägt von Sound-System-Kultur und Toasting, unter verschiedenen Aliassen wie Conquering Lion, Blackstar und Tribe of Issachar. Titel wie Code Red, Champion DJ oder Junglist kennzeichnen diese Phase, oft in Zusammenarbeit mit Künstlern aus der Reggae- und Jungle-Szene, etwa Tenor Fly, Barrington Levy, Top Cat oder Super Cat. Nachdem er 1994 zum Rastafari-Glauben konvertiert war, verstärkte Congo Natty die spirituelle und politische Dimension seiner Musik noch weiter. Er kehrte mit Tribute to Haile Selassie I (1995), Born Again (2005), Jungle Revolution (2013) und Ancestorz [Rootz of Jungle] (2022) zum Albumformat zurück und bildet damit eine Kontinuität, die Londons Rave-Szene mit jamaikanischen Reggae-Traditionen verbindet.
kommende Veranstaltungen 1
Congo Natty x Don Letts x Annia
- Fr., Juni 19
- Fox & Firkin Vereinigtes Königreich
- Congo Natty, Don Letts