Dubioza Kolektiv

Dubioza Kolektiv entstand Anfang der 2000er im post‑kriegsgeprägten Bosnien und Herzegowina und vereint Musiker, vor allem aus Zenica und Sarajevo, um eine Mischung aus Ska‑Punk, Reggae, Hip‑Hop, Rock und Balkanmusik. Das Kollektiv formierte sich 2003 und veröffentlichte 2004 sein selbstbetiteltes Debütalbum, gefolgt von „Dubnamite“ (2006) und „Firma Ilegal“ (2008), die die Band auf der alternativen Szene des ehemaligen Jugoslawiens etablierten, mit Liedtexten, die direkt von den sozialen und politischen Realitäten der Region inspiriert sind. Mit „5 do 12“ (2010) und „Wild Wild East“ (2011) vergrößerte die Gruppe ihr Publikum, setzte verstärkt auf englische Texte und begann, regelmäßig in europäischen Clubs und auf Festivals zu touren. „Apsurdistan“ (2013) und „Happy Machine“ (2015), auf denen u. a. Manu Chao gastiert, bestätigten die Entwicklung hin zu hybriden Formen, die tanzbare Rhythmen, balkanische Bläser und skandierte Refrains verbinden. Das Album „Pjesmice za djecu i odrasle“ (2017) zeigte eine spielerischere Seite bei gleichbleibender Kritik, bevor „#fakenews“ (2020) diese Arbeit in satirischer Form fortsetzte. Live setzt Dubioza Kolektiv auf ständige Publikumsinteraktion, einen dichten, schnellen Sound und wechselt zwischen lokalen Sprachen und Englisch, um Themen wie Migration, Korruption, balkanische Identität und digitale Nutzung in einer gleichzeitig festlichen und politischen Ästhetik zu behandeln.

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Apr. 4
Mai 4, 2016
Nov. 12, 2015
Juni 5, 2014