Donovan

Donovan, 1946 in Glasgow geboren und zwischen Schottland und England ausgebildet, machte schon 1965 auf der britischen Folkszene von sich reden: Seine akustische Liedkunst war zunächst stark von Folk- und Blues-Traditionen geprägt. Bald erweiterte er sein Repertoire hin zu psychedelischer Popmusik mit Anklängen an Jazz, orientalische Klänge und Folkrock. Nach den 1965 erschienenen Alben What's Bin Did and What's Bin Hid und Fairytale begann mit dem Produzenten Mickie Most eine prägende Phase, die Alben wie Sunshine Superman (1966), Mellow Yellow (1967), A Gift from a Flower to a Garden (1967), The Hurdy Gurdy Man (1968) und Barabajagal (1969) hervorbrachte. Diese Platten zeigten eine elektrischer, farbenfrohere und mitunter meditative Sprache. Donovan verkehrte in den Pop- und Psychedelic-Kreisen Londons und der USA, arbeitete mit dem Arrangeur John Cameron und umgab sich mit Musikern, die unter anderem dem Jeff Beck Group oder dem späteren Led Zeppelin verbunden waren. Ende der 1960er-Jahre stand er den Beatles nahe und vermittelte John Lennon und Paul McCartney ein Fingerpicking-Gitarrenspiel, das auf mehreren Stücken jener Zeit zu hören ist. In den 1970er-Jahren setzte er seine Arbeit mit Open Road (1970), HMS Donovan (1971) und Cosmic Wheels (1973) fort und komponierte zudem Filmmusik. Später wurde er unregelmäßiger aktiv, veröffentlichte aber weiterhin Sutras (1996) mit Rick Rubin, Beat Cafe (2004), Lunarian (2021) und Gaelia (2022). Seit langem in Irland ansässig, verbindet Donovan in Konzerten und Aufnahmen nach wie vor die folkige Herkunft mit einer träumerischeren, psychedelischen Pop-Schreibweise.

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Juni 11, 2016