Don Carlos

Geboren 1952 in Kingston gehört der jamaikanische Sänger Don Carlos, mit bürgerlichem Namen Euvin Spencer, zur Roots-Reggae-Tradition des Stadtteils Waterhouse. Nach frühen Stationen auf der lokalen Szene gründete er 1974 zusammen mit Rudolph „Garth“ Dennis und Derrick „Duckie“ Simpson das Trio Black Uhuru, verließ die Formation jedoch bald, um eine Solokarriere zu verfolgen und das Projekt Don Carlos and Gold aufzubauen. Anfang der 1980er Jahre prägte er seine künstlerische Identität mit Alben wie „Suffering“ (1981) und „Day to Day Living“ (1982), in denen meditativer Reggae, getragen von einer geschmeidigen, klaren Stimme, spirituelle Themen, gesellschaftliche Kommentare und Liebeslieder verbindet. Ende der 1980er Jahre schloss er sich Black Uhuru wieder an und wirkte an der Wiederbelebung der Band mit den Alben „Now“ (1990) und „Iron Storm“ (1991) mit, bevor er endgültig zu seinen Soloprojekten zurückkehrte, etwa mit „Seven Days a Week“ (1997). Zwischen Studioarbeit und Auftritten mit unterschiedlichen Besetzungen bleibt Don Carlos mit einer klassischen Roots-Reggae-Ästhetik, durchzogen von Anklängen an Lovers Rock, verbunden und tritt weiterhin auf internationalen Reggae- und Sound-System-Bühnen auf.

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Apr. 17
Jan. 30, 2013