Davide Ambrogio

Geboren in Kalabrien entwickelt Davide Ambrogio ein Schaffen als Sänger und Multiinstrumentalist, das in der mündlichen Tradition Süditaliens verankert ist und mit zeitgenössischen Formen wie Folkmusik, vokalem Forschen und schlichten akustischen Texturen in Dialog tritt. Sein Werdegang stützt sich auf das Studium und die Neuinterpretation populärer Repertoires, wobei er besonderen Wert auf Sprachen, Klangfarben und rituelle Nutzungen des Gesangs legt. Davide Ambrogio veröffentlicht 2021 sein erstes Soloalbum Evocazioni e Invocazioni, in dem sich Klage, modaler Gesang, Drone-Elemente und schlichte Arrangements zeigen – ein Ansatz, der kollektives Gedächtnis mit persönlicher Schreibweise verbindet. Dieses Album wird in mehreren Kreisen der Weltmusik gewürdigt und begleitet Davide Ambrogios Auftritte auf Bühnen, die revisierte Traditionen und transnationale Formen widmen. Sein zweites Album Mater Nullius vertieft diese Vorgehensweise und lenkt sie auf eine Reflexion über die Trennung von Mensch und Natur, durch eine Sammlung von Stücken, in denen die Stimme im Zentrum einer musikalischen Sprache steht, die zugleich archaisch und gegenwärtig ist. Davide Ambrogio verfolgt damit eine dichte, aber reduzierte Ästhetik, die sich auf die Präsenz des Atems, Wiederholung, erzählerische Spannung und eine enge Beziehung zwischen Musik, Wort und symbolischer Bedeutung stützt.

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