Aicher

In Berlin ansässig, entwickelt der australische Musiker Liam Andrews Aicher als ein Solo-Projekt, das aus seiner Arbeit mit My Disco und Eros hervorgeht. Aicher bewegt sich an der Schnittstelle von Industrial, experimenteller Musik und einer dunklen, rhythmuszentrierten Elektronik mit hartnäckigen Percussion‑Mustern, metallischen Texturen, schweren Tiefen und einer Spannung, die sich über die Zeit hinweg entfaltet. Das Projekt greift Merkmale der Noise-, Post‑Punk‑ und experimentellen Szenen auf, in denen Andrews verkehrt, präsentiert diese jedoch in einem kompakteren, abstrakteren und direkteren Format. Bei Aicher entwickeln sich die Stücke durch Wiederholung, minimale Variationen und eine progressive Verdichtung, ohne auf sofortige Effekte zu zielen. Diese Kompositionsweise erzeugt eine physische, undurchsichtige und hypnotische Musik, in der die mechanische Pulsation ebenso sehr von Ausdauer wie von Druck geprägt ist. Verankert im Berliner Kontext und zugleich verbunden mit seinem australischen Werdegang, zieht Aicher eine stimmige Linie zwischen industriellem Erbe und zeitgenössischen Formen experimenteller Musik.

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Young Widows (US), Aicher, Lvft
Konzert

Young Widows (US), Aicher, Lvft