Keyvan Chemirâni
Geboren 1968 in Paris und aufgewachsen in Manosque, hat Keyvan Chemirani seit den 1990er‑Jahren einen Werdegang entwickelt, der an der Schnittstelle von persischer Musik, mediterranen Traditionen, Improvisation und Jazz liegt. Der französisch‑iranische Perkussionist wurde im Zarb zunächst von Christian Daninos und später von seinem Vater Djamchid Chemirani ausgebildet; er behandelt Rhythmus als Material von Klangfarbe, Atem und Polyrhythmik und integriert zudem Einflüsse indischer Traditionen. 1999 gründete er das Trio Chemirani mit Djamchid und seinem Bruder Bijan, eine familiäre Formation, die einen zentralen Platz in seinem Schaffen einnimmt. Zu seinen markanten Tonträgern zählen Le Rythme de la parole (2004), Battements au cœur de l’Orient (2007), Keyvan Chemirani & The Rhythm Alchemy (2019) und Hâl (Ballades amoureuses) (2021). Er hat außerdem bereichsübergreifende Projekte mit Musikern wie Louis Sclavis, Jean‑Guihen Queyras und Omar Sosa realisiert und ist zugleich im Bereich der Alten Musik mit Ensembles wie La Chapelle Rhénane und La Cappella Mediterranea in Erscheinung getreten. 2022 komponierte er die Oper Negar, die in Berlin uraufgeführt und 2024 in Frankreich präsentiert wurde, was eine Praxis fortsetzt, in der der Dialog zwischen Repertoire, Sprachen und Schreibformen zentral bleibt.
kommende Veranstaltungen 1
Jean-Marie Machado & Keyvan Chemirâni « La Saga des Vagues »
- Fr., Oktober 2
- Le Triton
- Keyvan Chemirâni, Jean-Marie Machado