Cheb Mami
Cheb Mami, 1966 in Saïda, Algerien, geboren, wurde Anfang der 1980er Jahre in der Raï-Szene von Oran bekannt, indem er Kassetten für das Label Disco Maghreb aufnahm und in lokalen Kabaretts auftrat. Nach seinem Umzug nach Frankreich integrierte er sich in die maghrebinische Musikszene in Paris und entwickelte einen urbanen Raï, der traditionelle Melodien mit Pop-Arrangements und Funk-Einflüssen verbindet. Diese Ausrichtung zeigt sich auf Alben wie «Du Sud au Nord» (1990), «Saida» (1994), «Meli Meli» (1999) und «Dellali» (2001), auf denen seine hohe, stark ornamentierte Stimme auf tanzbaren Rhythmen und Liedtexten über Exil, Liebe und Alltag zwischen Algerien und der Diaspora ruht. Die Zusammenarbeit mit Sting auf dem Titel «Desert Rose» (1999) erweiterte die internationale Verbreitung seines in Dialektarabisch gesungenen Raï, das mitunter französische Einschübe enthält. Sein Werdegang ist zudem durch eine Verurteilung in Frankreich 2009 wegen Beihilfe zu Gewalt, die zu einem Schwangerschaftsabbruch führte, geprägt; dies unterbrach seine Karriere für mehrere Jahre, bevor er in den 2010er-Jahren allmählich auf Bühnen und im Studio zurückkehrte, insbesondere zwischen Frankreich, dem Maghreb und bei verschiedenen Tourneen in Europa.
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