Varijashree Venugopal

Geboren 1991 in Bengaluru, erhielt Varijashree Venugopal früh eine fundierte Ausbildung in der karnatischen Musik, zunächst bei ihrem Vater H. S. Venugopal und später bei mehreren Lehrern dieser südindischen Tradition. Als Sängerin und Flötistin verbindet sie klassisches Repertoire, vokale Improvisation, Jazz und zeitgenössische Musikformen in einem Ansatz, bei dem die Stimme als vollwertiges Instrument verstanden wird. Varijashree Venugopal hat zudem die Idee eines „karnatischen Scat-Singing“ entwickelt, mit dem karnatische melodische und rhythmische Prinzipien in eine dem Scat verwandte Sprache integriert werden. Aktiv auf der unabhängigen indischen Szene ist sie Mitglied von Chakrafonics, einer aus Bengaluru stammenden Formation, die das Zusammentreffen indischer klassischer Musik mit anderen Ästhetiken sucht, und arbeitete mit Acts wie EYM Trio, Snarky Puppy und Hamilton de Holanda zusammen. Ihr Debütalbum Vari (2024) führt diese kompositorische Ausrichtung zwischen karnatischer Musik, Jazz und globalen Einflüssen fort. 2024 wurde Varijashree Venugopal zudem für ihre Mitwirkung an Jacob Colliers »A Rock Somewhere« – gemeinsam mit Anoushka Shankar – für die Grammy Awards nominiert.

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