Charlie Musselwhite

Geboren 1944 in Kosciusko, Mississippi, und aufgewachsen in Memphis, prägte sich Charlie Musselwhite die Südstaaten-Bluestradition im direkten Kontakt ein, bevor er Anfang der 1960er Jahre nach Chicago zog. Dort war er Teil der South-Side-Szene und spielte mit Musikern wie Muddy Waters, Howlin’ Wolf, Buddy Guy und Big Walter Horton. Als Mundharmonikaspieler, Sänger und Gitarrist entwickelte Musselwhite ein Spiel, das im elektrischen Chicago Blues verwurzelt ist, aber von Delta-Blues-, Country-Blues- und Memphis‑Wurzeln durchzogen wird. Sein erstes Album, Stand Back! Here Comes Charley Musselwhite’s Southside Band, erschien 1966 und machte ihn nachhaltig zu einer Stimme der damaligen Blues‑Erneuerung in den USA. Nach seiner Niederlassung in Kalifornien erweiterte er seine stilistischen Ansätze, ohne dieses Fundament zu verlassen, mit Alben wie Takin’ My Time (1971), Continental Drifter (1999), Sanctuary (2004), Delta Hardware (2006) und The Well (2010). Zu seiner Laufbahn gehören zudem Zusammenarbeiten mit John Lee Hooker, Tom Waits, Cyndi Lauper, Ben Harper auf Get Up! (2013) und No Mercy in This Land (2018) sowie mit Elvin Bishop auf 100 Years of Blues (2020). Charlie Musselwhite wurde 2010 in die Blues Hall of Fame aufgenommen.

Kommende Veranstaltungen 2