Zily
Geboren in Tsingoni auf Mayotte entwickelte Amida Zily sehr früh ihre Gesangspraxis durch den Debaa und allgemein durch die traditionellen mahoraischen Repertoires, die sie bereits in der Kindheit erlernte. Nach einer Zeit in der Gruppe Fleurs d’Ylang ab 2009, in einem Umfeld, das mit großen Hochzeiten und lokalen Bühnen verbunden ist, schlug Zily einen Weg in Richtung persönlicherer Songschreiberei ein. Entdeckt beim Grand Casting de Mayotte 2014, arbeitete sie weiter an einer Verschmelzung von mahoraischem Gesang, Pop, R&B und elektronischen Texturen, wobei sie melodische und vokale Anker der Tradition bewahrte. Titel wie «Tsika», «Amani» oder «Moina Bibi» begleiten diesen Übergang zu einer weiter gefassten Ästhetik, gedacht zwischen Mayotte und anderen Verbreitungsräumen des Indischen Ozeans. 2020 gründete Zily das Label Yeka Music, das diese neue Etappe strukturiert. Ihr erstes EP, Imani na Amani, erschien 2022 und umfasst neun Stücke. Anschließend trat Zily auf verschiedenen Bühnen außerhalb Mayottes auf, unter anderem in Paris, beim Festival Visa For Music in Rabat und beim Sauti Za Busara in Sansibar. 2024 wurde ihr Werdegang zudem im Dokumentarfilm Ndzozi, les rêves de Zily thematisiert.
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