Siân Pottok
Geboren in West Palm Beach und aufgewachsen zwischen Belgien und New York, entwickelt Siân Pottok eine Schreib- und Musiksprache, die von indischen, kongolesischen, belgischen und slowakischen Wurzeln sowie amerikanischen Einflüssen geprägt ist. Ausgebildet in Paris an der ATLA-Schule und anschließend 2004 am Jazzkonservatorium Nadia-Lili Boulanger, begann Siân Pottok in Pariser Jazzclubs aufzutreten, bevor sie sich 2009 in New York niederließ, wo sie in Brooklyn und Manhattan sang und unter anderem Richard Bona, Mike Stern, Grégoire Maret und Clarence Penn begegnete. Ihr Werdegang entwickelt sich später hin zu einer persönlicheren Form an der Schnittstelle von Jazz, Folk, afrikanischen Musiktraditionen und einer Popmusik mit dezenten elektronischen Texturen. Der Cellounterricht bei Vincent Segal und die Entdeckung des kamélé ngoni bei Abou Diarra spielen eine wichtige Rolle in dieser Entwicklung, indem sie Siân Pottok einen organischeren Umgang mit Saiten und Rhythmus vermitteln. Aufenthalte in Indien 2012 sowie in Südafrika 2020 und 2022 im Rahmen kultureller Projekte begleiteten diese Entwicklung ebenfalls. 2024 wirkt Siân Pottok am Projekt New’Garo mit, einer Hommage an Claude Nougaro, die unter anderem bei Jazz à Vienne, Les Suds in Arles und Jazz in Marciac präsentiert wird.
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