Céline Bonacina
Geboren 1975 in Belfort, entwickelte Céline Bonacina zunächst eine Laufbahn als Saxophonistin mit klassischer Ausbildung an den Konservatorien von Belfort, Besançon und Paris, bevor sie ihr Spiel dem Jazz und der improvisierten Musik zuwandte. Céline Bonacina spielt Soprano- und Altsaxophon, wobei dem Baritonsaxophon eine zentrale Rolle zukommt, aus dem sie einen vollen, beweglichen und sehr rhythmischen Klang gewinnt. Ein wichtiger Abschnitt ihrer Laufbahn fand auf La Réunion statt, wo sie mehrere Jahre lebte, am Konservatorium von Saint-Denis unterrichtete und unter anderem mit der Reggae‑Band Natty Dread spielte – eine Erfahrung, die nachhaltig ihr Verhältnis zu Polyrhythmik und den Überschneidungen von Jazz, Grooves und Musik des Indischen Ozeans prägte. Nach ihrer Rückkehr aufs Festland veröffentlichte Céline Bonacina Vue d’en Haut (2005), Way of Life (2010), Open Heart (2013), Crystal Rain (2016) und Fly Fly (2019). Ihre Projekte entstehen im Trio, Quartett oder in erweiterten Besetzungen, mit einer Kompositionsweise, die dem kollektiven Impuls, singbaren Linien und der Improvisation viel Raum lässt. Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie außerdem mit Nguyên Lê, Omar Sosa, Andy Sheppard und Rhoda Scott in einem Feld, das zeitgenössischen Jazz, szenische Energie und gemischte Einflüsse verknüpft.
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