Kalupto
Aus der Begegnung 2017 der Sängerin, Pianistin und Komponistin Calypso mit dem Gitarristen Victor an einer Jazzschule entstanden, entwickelt Kalupto ein Projekt, in dem intime Liedkunst auf anglophonen Indie-Folk trifft. Getragen von einer Stimme, die von Soul geprägt ist, und einem reduzierten Klavierspiel, stützt sich das Duo Kalupto auf Gitarren mit ausgeprägten, teils fast lyrischen Melodielinien, um progressive und zurückhaltende Atmosphären zu schaffen. Calypsos Songwriting behandelt offen Verletzlichkeit, Zweifel und das Verlangen nach Heilung; ihre Texte nehmen häufig die Form halbgeflüsterter Geständnisse an, wie im Stück „Head Down“, das um den notwendigen Impuls aufgebaut ist, sich trotz der Angst vor dem Scheitern in Bewegung zu setzen. Der Name Kalupto, entlehnt aus dem Altgriechischen und dem Vornamen der Sängerin, verweist auf die Idee des Verbergens und beleuchtet eine Ästhetik der Zurückhaltung, die sich auch auf der Bühne zeigt, wo die Gruppe oft gegen das Licht spielt und eher als Silhouetten denn als frontale Figuren erscheint. Durch dieses szenische Mittel und eine Musik, die der Gebet oder Inkantation nahekommt, schafft Kalupto einen Raum zwischen Alternativpop, Folk und Jazz-Erbe und stellt die Beziehung Stimme–Gitarre in den Mittelpunkt seiner klanglichen Identität.
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