Maco Maat

Mit Sitz in Envigado, Antioquia, entwickelt der kolumbianische Rapper Maco Maat seit den späten 2000er Jahren einen introspektiven Hip-Hop, in dem psychische Verwundbarkeit, zurückgehaltene Wut und die Spannungen des urbanen Alltags im Vordergrund stehen. Als Gründungsmitglied des Kollektivs Afterclass — unter anderem gemeinsam mit Luis7Lunes und Vic Deal — profilierte sich Maco Maat zunächst über Maat Records mit einem Rap-Stil, der durch deutliche Diktion, direkte Bildsprache und einen oft düsteren Ton gekennzeichnet ist. Seine Ausbildung in Psychologie durchdringt seine Texte: Sie verbinden klinische Beobachtungen, autobiografische Schilderungen und Reflexionen über emotionale Krisen, die Teile der kolumbianischen Jugend erleben. Die Diskografie von Maco Maat umfasst mehrere langfristige Projekte, darunter die Alben Realismo Sucio (2018), geprägt von rohem Realismus, Soberano (2020), Kamikaze (2021) produziert von Vic Deal, sowie Erguirse (2023) und Noche Larga (2025), die diese Herangehensweise hin zu einem narrativ stärker strukturierten Rap fortsetzen. Maco Maat probiert auch ungewöhnliche Aufnahmesettings aus, wie das inhaftierte Umfeld des Projekts Celda 4-8, und wechselt zwischen klassischen Hip-Hop-Produktionen und zeitgemäßeren Klangbildern, wobei das Schreiben das Zentrum seiner Arbeit bleibt.

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Mai 14