Sheer Terror
1984 in New York gegründet, rund um den Sänger Paul Bearer, reiht sich Sheer Terror in die Geschichte des New Yorker Hardcore ein und besticht durch einen schwereren Sound als der Durchschnitt der Szene jener Zeit, am Schnittpunkt von Hardcore Punk, Tough Guy Hardcore, Crossover und stark geprägten Metal-Einflüssen. Die Band wurde zunächst durch mehrere Demos in den späten 80er-Jahren bekannt, gefolgt vom Album Just Can’t Hate Enough (1989), bevor Ugly and Proud (1991), Thanks fer Nuthin (1992) und Love Songs for the Unloved (1995) erschienen. Hinter zahlreichen Besetzungswechseln bewahrt Sheer Terror eine klare Identität, basierend auf massiven Riffs, Tempi, die zwischen Punk-Dringlichkeit und nahezu Doom-Schwere wechseln, und einer abrasiven Stimme, die oft von einem tieferen oder melodischen Register durchzogen ist. Bis 1998 aktiv, trat die Band 2004 kurz wieder auf die Bühne, zu zwei Konzerten im CBGB, und nahm 2010 wieder dauerhaft ihre Aktivitäten auf. Dieser neue Zeitraum führte unter anderem zu Standing Up for Falling Down (2014) und Unheard Unloved (2016), während zugleich ihre Präsenz auf Hardcore-Bühnen in den USA, Europa und Japan neu befeuert wurde. Heute unter der Leitung von Paul Bearer zusammen mit Johnny Eggz, Henry Belfor und John Besser bleibt Sheer Terror eng verbunden mit einer rauen, dunklen und frontal urbanen Version des New York Hardcore.