Ganes
Gegründet 2010 in La Val im italienischen Südtirol, vereinte Ganes zunächst die Schwestern Elisabeth und Marlene Schuen mit ihrer Cousine Maria Moling, bevor Natalie Plöger 2018 dazukam. Das Trio macht Pop, der überwiegend in Ladin gesungen wird, der Minderheitensprache der Dolomiten, und verbindet in seiner Songwriter-Arbeit alpenländischen Folk, stimmliche Harmonien, Streicher und dezente elektronische Akzente. Vor Ganes spielte und sang Marlene Schuen lange in Hubert von Goiserns Band, während Elisabeth Schuen und Maria Moling ihn 2007 als Backgroundsängerinnen auf einer Tour begleiteten — eine Zeit, in der sich Ganes herausbildete. Die Diskografie beginnt mit Rai de sorëdl (2010), gefolgt von Mai guai (2011), Parores & Neores (2012), Caprize (2014) und An cunta che (2016) und setzt sich fort mit Or brüm (2021), A cordes (2023) und Vives! (2024). Im Laufe der Jahre hat Ganes eine ursprünglich sehr akustische Form zu einem größeren, facettenreicheren Sound weiterentwickelt, ohne die Verbindung zwischen ladinischem Erbe, zeitgenössischem Pop und kammermusikalischer Instrumentierung zu verlieren.