KSU

Gegründet 1977 in Ustrzyki Dolne im Südosten Polens gehört KSU zur ersten Welle des polnischen Punk, bevor die Band ihr Spektrum allmählich in Richtung melodischeren Rock erweiterte, gelegentlich mit Folk- und akustischen Einschlägen. Abseits großer Kulturzentren entwickelte KSU zunächst einen rohen, schnellen und direkten Sound, geprägt vom britischen Punk, und formte seine Laufbahn um den Sänger und Gitarristen Eugeniusz „Siczka“ Olejarczyk, eine konstante Figur in einer Band mit zahlreichen Besetzungswechseln. Erkannt wurde die Gruppe um 1980 auf der polnischen New-Wave-Szene; KSU spielte unter anderem beim Przegląd Zespołów Rockowych Nowej Fali in Kołobrzeg 1980 und an Orten wie Riviera-Remont in Warschau oder Stodoła. Ihre Diskographie spiegelt diese Entwicklung zwischen Punk-Dringlichkeit, rockorientiertem Songwriting und einer Verwurzelung in den Bieszczady wider: Pod Prąd (1989), Ustrzyki (1991), Moje Bieszczady (1993), Ludzie bez twarzy (2002), Nasze słowa (2005), XXX-lecie, Akustycznie (2008), Dwa narody (2014), Akustycznie - Epilog (2021) und 44 (2023). KSU bewahrt eine direkte, soziale und oft ironische Ästhetik, verankert in der Geschichte des polnischen Punk.

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