Candy Dulfer
Die niederländische Saxophonistin Candy Dulfer, die schon früh in Amsterdamer Clubs ausgebildet wurde, bewegt sich an der Schnittstelle von Jazz, Funk und Pop. Geboren 1969 als Tochter des Saxophonisten Hans Dulfer, begann sie als Kind mit dem Instrument und gründete im Alter von 14 Jahren ihre Band Funky Stuff, die sie rasch an die Seite internationaler Künstler führte. Bekannt wurde Candy Dulfer Ende der 1980er Jahre mit dem Titel „Lily Was Here“, einem Duett mit Dave Stewart, bevor sie 1990 mit dem Album „Saxuality“ ihre Solokarriere startete – ein jazz‑funkiges, popdurchsetztes Album, das für einen Grammy nominiert wurde. Alben wie „Sax-a-Go-Go“ (1993), „Big Girl“ (1996), „Right in My Soul“ (2003), „Candy Store“ (2007), „Together“ (2017) und „We Never Stop“ (2022) setzen diese Ästhetik mit betontem Groove, eingängigen Melodien und Anklängen an Rhythm and Blues fort. Parallel dazu arbeitete Candy Dulfer häufig mit anderen Künstlern auf der Bühne und im Studio, unter anderem mit Prince, und behielt dabei eine regelmäßige Aktivität als Bandleaderin mit internationalen Tourneen, Festivalauftritten und Clubterminen bei. Im Laufe der Jahrzehnte hat sie eine eigene klangliche Identität um das Alt‑Saxophon entwickelt, in der zugängliche Improvisation und strukturierte Komposition eng miteinander verbunden sind.
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