Digitalism
Entstanden Anfang der 2000er in Hamburg, vereint Digitalism die Produzenten Jens Moelle und İsmail Tüfekçi in einer hybriden Herangehensweise zwischen Clubkultur und Indie‑Energie. Das Duo fiel mit einer Reihe von Maxis auf dem französischen Label Kitsuné auf, darunter „Zdarlight“ und „Idealistic“ Mitte der 2000er, die Digitalisms Handschrift zwischen Electro‑House, Indie‑Dance und klanglicher Nähe zum elektronischen Rock etablierten. Diese Ästhetik kristallisierte sich auf dem Debütalbum „Idealism“ (2007) heraus, das zwischen instrumentalen, für den Dancefloor geschaffenen Stücken und gesungenen Titeln aufgebaut ist. Mit „I Love You Dude“ (2011) betonte Digitalism stärker Pop‑Strukturen und Melodien, behielt dabei aber eine direkte rhythmische Schreibweise bei, wie der Single‑Auszug „Circles“ zeigt. Das dritte Album „Mirage“ (2016) öffnete stärker hin zu melodischer Techno‑Klangsprache und atmosphärischeren Texturen, die durch cluborientierte EPs wie „Lift“ (2016), „5KY11GHT“ (2018) und „JPEG“ (2019) fortgeführt wurden. Sowohl live als auch in DJ‑Sets aktiv, bewegt sich Digitalism seit Beginn zwischen Clubs und großen Festivals in Europa, Nordamerika und Asien und verfolgt eine Linie, in der Songstrukturen, markante Bässe und komprimierte Synths das Zentrum ihrer klanglichen Identität bilden.
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