The Ruts
Gegründet 1977 in London um Malcolm Owen, Paul Fox, John „Segs“ Jennings und Dave Ruffy gehört The Ruts zur zweiten Welle des britischen Punk und integrierte früh Elemente von Reggae, Dub, Ska und Reggae-Rock. Die Band erregte Ende der 1970er Jahre auf der Londoner Szene Aufmerksamkeit, insbesondere im Umfeld von Rock Against Racism, und nahm anschließend ihre erste Single „In a Rut“ für das mit Misty in Roots verbundene Kollektiv People Unite auf — eine richtungsweisende Begegnung, die The Ruts für jamaikanische Rhythmen öffnete. Diese Spannung zwischen Punk-Dringlichkeit, einer beweglichen Basslinie und reggae-haften Akzenten prägt das 1979 erschienene Album The Crack mit Titeln wie „Babylon’s Burning“, „Jah War“ und „Staring at the Rude Boys“. Nach dem Tod von Malcolm Owen 1980 setzte die Band als Ruts D.C. fort und wandte sich auf Animal Now (1981) und Rhythm Collision (1982), aufgenommen mit Mad Professor, stärker Dub und Reggae zu. Nach der Trennung 1983 trat die Gruppe ab 2007 wieder auf, zunächst mit Jennings und Ruffy, später ergänzt durch den Gitarristen Leigh Heggarty. Unter dem Namen Ruts D.C. führen sie die Verbindung von Punk, Dub und gesellschaftlichem Bewusstsein mit Rhythm Collision Volume 2 (2013), Music Must Destroy (2016), Electracoustic Volume One (2021) und Counterculture? (2022) fort.
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