Drukwerk
Drukwerk entstand in den Straßen Amsterdams Ende der 1970er Jahre und formierte sich um den Sänger Harry Slinger sowie einen Kern von Musikern, die sich zur auf Niederländisch gesungenen Popmusik hingezogen fühlten. Zunächst in einem Umfeld aus Kabarett, Rock und Stadtteilliedern aktiv, entwickelte sich Drukwerk rasch zu einer direkten Nederpop mit Texten, die im Alltag, den Amsterdamer Cafés, der Umgangssprache und sozialen Themen verwurzelt sind. Die Band erregte Anfang der 1980er Aufmerksamkeit mit dem Titel «Je loog tegen mij», der die Klangfarbe eines Repertoires prägte, das einfache zum Mitsingen einladende Refrains, Anklänge an Reggae und Ska, melancholischere Balladen und zurückhaltenden Humor vereint. Drukwerk legte mehrere Studioalben vor und tourte in den Niederlanden, trat in Konzerthallen, auf Festivalbühnen und in nationalen Fernsehsendungen auf. Nach verschiedenen Pausen und Besetzungswechseln trägt Harry Slinger Drukwerk weiterhin auf die Bühne — mit nostalgischen Konzerten, Clubauftritten und intimeren Shows — und hält ein Repertoire lebendig, das stark vom Amsterdamer Akzent geprägt ist und Geschichten des Alltags bevorzugt.