Mijk Van Dijk
1963 in Geesthacht geboren und in Berlin ansässig, gehört Mijk van Dijk zur ersten Generation der deutschen Technoszene. Zunächst Bassist in Funkbands im Norden Deutschlands und später in Berlin, wandte er sich Ende der 1980er Jahre der elektronischen Produktion zu, als sich House und Techno rund um Clubs wie das Ufo herausbildeten. Seine ersten Veröffentlichungen erschienen Anfang der 1990er Jahre, unter anderem unter den Namen Loopzone, Microglobe und Marmion; er entwickelte eine Sprache, die Techno, Trance, House und Ambient verbindet und ein ausgeprägtes Gespür für narrative Formen und mixtaugliche Stücke zeigt. Das Album Afreuropamericasiaustralica, erschienen 1994 unter dem Namen Microglobe, wurde 1997 von Glow abgelöst, gefolgt von Teamwork (1999) und Everyground (2002). Im Lauf der Jahre arbeitete er mit Cosmic Baby, Tanith, DJ Hell und Marcos Lopez zusammen und komponierte zudem für Film, Mode und mehrere Videospiele, darunter Ghost in the Shell und Ridge Racer V. Als prägende Figur der frühen Berliner Technokultur war er auch häufig in Japan tätig, wo er mehrere Projekte und Kollaborationen entwickelte. Seit den 2010er-Jahren erkundet Mijk van Dijk zudem eine Funk- und Electro-Seite mit nuFunkFiles, während er seine Tätigkeit als DJ und Produzent über sein Label Microglobe fortsetzt.
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