Didier Super

Zwischen Punklied und Comedy-Show entwickelt Didier Super seit Anfang der 2000er Jahre ein Projekt an der Grenze von Musik und One‑Man‑Show. Geboren 1973 in Douai im Norden Frankreichs als Olivier Haudegond, reiht er sich in die Tradition der beißenden französischen Chanson ein, mit bewusst roh gehaltenen Texten, einer betont gezwungenen Gesangsweise und minimalistischen Rock‑Arrangements, in die sich mitunter Reggae oder eine ironisch gebrochene sentimentale Ballade einmischen. Didier Super fiel zunächst auf alternativen Bühnen und kleinen Festivals auf, bevor er Solo auf Tour ging und später mit einer elektrischen Band, die als „groupe discount“ präsentiert wird – ein Spiel mit dem Kontrast zwischen dem bewusst zur Schau gestellten Amateurismus und einer sehr ausgefeilten Schreibweise. Zu seiner Diskografie zählen unter anderem die Alben „Vaut mieux en rire que s’en foutre“ (2004), „Vaut mieux en rire que s’en foutre, vol. 2“ (2006), „Didier Super et son groupe discount“ (2008) und „La merde des autres“ (2011), die allesamt ein gemeinsames Prinzip sozialer Satire und kontrollierter Provokation fortführen. Neben seinen Platten zeigt Didier Super zahlreiche Bühnenprogramme, die Lieder, Sketche und Improvisationen mischen, sowohl in Konzerthallen als auch in Theatern, und er setzt stark auf Video und soziale Netzwerke, um seine Lieder und Figuren zu verbreiten.

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