Matthew Bourne

Geboren in Avebury, England, 1977, und lange Zeit im West Yorkshire ansässig, hat Matthew Bourne seit Beginn der 2000er Jahre eine Laufbahn entwickelt, die zwischen Jazz, experimenteller Musik, zeitgenössischer Komposition und elektronischen Formen verläuft. Als Autodidakt am Klavier, der seine ersten Schritte am Trombone und Violoncello gemacht hat, trat er auf der britischen Szene mit Projekten wie The Electric Dr M, Distortion Trio oder Bourne/Davis/Kane hervor, während er zugleich die Zusammenarbeit mit Musikern aus dem Avantgarde-Jazz und Randgebieten des Rock und der improvisierten Musik vervielfachte, darunter Franck Vigroux, Marc Ribot, Paul Dunmall, Annette Peacock oder Nightports. Bournes Spiel zeichnet sich durch einen freieren Umgang mit dem Klavier aus, oft fragmentiert, repetitiv oder lyrisch je nach Kontext, sowie durch ein dauerhaftes Interesse an minimalistischen Stimmungen, oblique Texturen und den Schnittpunkten zwischen Komposition und Improvisation. Nach The Molde Concert im Jahr 2005 entwickelte Bourne seine Sprache weiter mit Montauk Variations im Jahr 2012, gefolgt von moogmemory im Jahr 2016, Isotach im Jahr 2017, Irrealis im Jahr 2022 und This Is Not For You. im Jahr 2024. Man findet ihn auch in hybriden Formaten wie Radioland: Radio-Activity Revisited im Jahr 2015 mit Franck Vigroux und Antoine Schmitt, oder bei Nightports w/ Matthew Bourne im Jahr 2018, wo sein pianistisches Universum mit einer langsamen, atmosphärischen und dezentrierten Elektronik in Dialog tritt.

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