Burnt Friedman
Geboren 1965 in Coburg, Deutschland, entwickelt Bernd Friedmann seit Ende der 1980er Jahre unter dem Künstlernamen Burnt Friedman ein Werk, das sich zwischen elektronischer Musik, Dub, Jazz, Ambient und rhythmischer Experimentierfreude bewegt. Seine Arbeit zeichnet sich durch bewegliche Strukturen, markante Polyrhythmen und eine ständige Aufmerksamkeit für Texturen aus, in einem Ansatz, der Abstraktion, langsamen Groove und Klangforschung mischt. Aktiv auch unter mehreren Pseudonymen und in verschiedenen Projekten, durchläuft Burnt Friedman die 1990er Jahre mit Drome, Nonplace Urban Field oder Flanger, letzteres unter der Leitung von Atom™, bevor er solo Alben veröffentlicht wie Plays Love Songs (1999), Con Ritmo (2000), First Night Forever (2007), Zokuhen (2012), The Pestle (2017), Potential For Havoc (2020) und Hexenschuss (2023). Seine Laufbahn umfasst auch regelmäßige Kollaborationen mit dem Saxophonisten Hayden Chisholm, David Sylvian und Steve Jansen innerhalb von Nine Horses, sowie eine langjährige Partnerschaft mit Jaki Liebezeit, dem ehemaligen Schlagzeuger von Can, dokumentiert insbesondere durch die Serie Secret Rhythms, die 2002 begann. Seit Ende der 2000er Jahre in Berlin ansässig, hat Burnt Friedman außerdem die Labels Nonplace im Jahr 2000 und Risque im Jahr 2016 gegründet, zwei Strukturen, die eine unabhängige Praxis im Schnittfeld elektronischer, improvisierter und experimenteller Szenen fortführen.