Maddie Ashman
Mit Sitz in London entwickelt Maddie Ashman ein Projekt an der Schnittstelle von Avant-Pop, zeitgenössischer Komposition und elektronischer Produktion, dessen Arbeit sich auf Mikrotonalität und Just-Intonation-basierte Systeme konzentriert. Als Mehrinstrumentalistin gibt sie ihre Musik zunächst in multidisziplinären Kontexten weiter, schreibt u. a. für Theater, Film, Podcasts und Ausstellungen, bevor sie in ihren Veröffentlichungen unter eigenem Namen eine direktere Pop-Form etabliert. Maddie Ashman veröffentlichte 2024 die EP Don’t Come Back, in der weiche Gesangslinien, Streichertexturen, präzises melodisches Schreiben und Rhythmen aufeinandertreffen, die sich sowohl am Alternative Pop als auch an experimentelleren Konstruktionen orientieren. Ihre neueren Stücke setzen diese Forschung mit einem Ansatz fort, der ungewöhnliche Intonationsabweichungen sichtbar macht, ohne das Songformat zu brechen. In diesem Zusammenhang baut Maddie Ashman eine Ästhetik auf, die zugleich zugänglich und skurril ist, wobei harmonisches Schreiben, Klangfarben und Arrangements eine zentrale Rolle spielen und klassische Referenzen, Singer-Songwriter‑Tradition und Labor-Pop miteinander in Dialog treten.