Roforofo Jazz

Im Gefolge des französischen Afrobeat‑Kollektivs Les Frères Smith entstand das Septett Roforofo Jazz, das das Erbe von Fela Kuti weiterführt und mit Funk, Jazz sowie einem Hip‑Hop mit Old‑School‑Ästhetik kreuzt. Unter der Leitung des Gitarristen Martin Smith entwickelt Roforofo Jazz einen Afrobeat, der auf ausgedehnten Grooves, Bläserarrangements und dem für den Flow des MC Days alias RacecaR geschaffenen Raum basiert, mit einer ausgeprägten Vorliebe für die Schnittstellen zwischen afrikanischer Musik und Rapkultur. Der Name Roforofo, der im Yoruba auf die Vorstellung von Schlamm verweist, signalisiert diesen bewusst hybriden Ansatz, in dem Einflüsse ohne Hierarchie verschmelzen. Kurz nach der Gründung wurde die Band 2019 von der Familie Fela Kutis nach Lagos eingeladen, um bei Felabration aufzutreten — eine prägende Tour, die sie in direkten Kontakt mit den nigerianischen Szenen brachte. Roforofo Jazz nahm daraufhin Ende 2019 ein erstes EP mit fünf Titeln auf, das 2021 veröffentlicht wurde, begleitet vom Clip „Fire Eater“, gedreht in Lagos. 2023 schärft die Gruppe diese Afrobeat‑Hip‑Hop‑Signatur mit dem Album Running The Way, erschienen bei Office Home Records, das Roforofo Jazz in ein Netzwerk von Spielstätten und Festivals in Frankreich einführt, von Clubkonzerten über Live‑Aufzeichnungen für FIP und RFI bis hin zu Auftritten bei Veranstaltungen für Weltmusik.

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Feb. 19