Saint Abdullah
Gegründet von den iranisch‑kanadischen Brüdern Mohammad und Mehdi Mehrabani‑Yeganeh, entwickelt Saint Abdullah in New York eine experimentelle elektronische Praxis, die durch Stationen in Teheran, Vancouver und Nordamerika geprägt ist. Das Projekt verankert sich in einem Gemisch aus iranischer Ritusmusik, abstraktem Dub, Noise, Ambient und Sound‑Collage, in dem Familienarchive, im öffentlichen Raum aufgenommene Stimmen, Medienauszüge und improvisierte Eingriffe aufeinandertreffen. Mit den Alben Stars Have Eyes (2017) und The Sounds of Evil (2018) verfeinerte das Duo eine Herangehensweise, die ebenso die diasporische Erfahrung wie die westliche Darstellung Irans thematisiert und die Spannung zwischen erkennbaren melodischen Motiven und raueren Texturen auslotet. Auf der Bühne wie im Studio bewegt sich Saint Abdullah zwischen Konzertformaten, elektronischen Livesets und Installationen und steht in regelmäßigem Austausch mit der experimentellen Szene New Yorks und Europas. Die aufeinanderfolgenden Veröffentlichungen zeigen eher eine Schichtung als Brüche: Jedes Projekt ordnet Materialien, Jazz‑Einflüsse, religiöse Bezüge und Fragmente der Popkultur neu, um eine dichte, bewegliche Klangsprache zu entwerfen.
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| März 28 |
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